Das Frühstücksproblem – Ideen gesucht!

5 Tage Steinzeitfutter sind geschafft und bisher geht es mir gut damit. Der Verzicht auf den ganzen gezuckerten Süßkramkosmos da draußen ist schon schwer. Und es gibt Momente, da würde ich herzlich gerne eine Schale Pommes bestellen – Mit Majo versteht sich. Auch ohne Getreideprodukte lässt es sich scheinbar leben. Die größte Herausforderung ist aber das Frühstück!
 
Wenn ich mittags oder abends etwas für uns koche, ist das in den meisten Fällen geschmacklich hervorragend und mengenmäßig mindestens ausreichend. Ein paar Bilder habe ich in dem Posting an Tag 1 ja schon gezeigt, bei meiner Traumfrau auf Instagram findet ihr noch ein paar mehr Bilder. Alle Rezepte stammen bisher aus dem Kochbuch von Nico Richter (Paleo360.de) und funktionieren recht gut – auch wenn ich hier mal über die Zubereitungszeiten schimpfen muss. Die sind doch sehr knapp bemessen!
 
Obstsalat mit MandelsplitternAber das Frühstück ist so eine Sache für sich. Wir Deutschen sind ja stolz auf unsere Vielfalt an Brot und auch in unserem Schrank hatte sich immer eine kleine Armee von Marmeladengläsern versammelt. Klar gab es da auch mal Rührei mit und ohne Speck oder gebratene Pilze oder gekochte Eier – jedoch immer DAZU. Aber Eier als Hauptzutat zum Frühstück, da muss man sich erst mal dran gewöhnen. Ich habe in den letzten Tagen ein Nuss-basiertes Müsli selbstgemacht, das nun vor allem meiner Traumfrau als Frühstücksbasis dient. Und natürlich kann man auch Obst und Gemüse wunderbar frühstücken.
 
Aber irgendwie hat das nicht den gleichen Charakter wie ein typisch deutsches Frühstück. Da setzt man sich gemeinsam an den gedeckten Tisch und schmiert sich sein Brot oder Brötchen, trinkt Kaffee und redet dabei über gestern, heute und morgen. Das geht irgendwie nicht so gut, wenn man eben nix hat um Brote zu schmieren.
 
Also liebe Normalesser, Veganer, Vegetarier und so: Habt ihr nicht ein paar Tipps und Frühstücksideen für einen Paleo-Anfänger?
Und ihr Paleo-Profis da draußen: Wie haltet ihr das mit dem Frühstück?

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21 Replies to “Das Frühstücksproblem – Ideen gesucht!”

  1. „Frühstück“ als solches überspringen, 3-4 Stunden nach dem Aufstehen kochen. Da geht dann alles, heute waren es z.B. Pancakes (aus Eiern und (Koch-) Bananen) als deftige Variante mit Dorschleber, Tomaten und anderem rohen Gemüse. Ich esse meist auch nur zwei Mahlzeiten pro Tag, die dementsprechend groß sind.
    Ansonsten kannst du dich mal über bulletproof coffe informieren oder im Paleowiki schauen.
    Viel Spaß!

    1. Viele Paleo-Esser überspringen scheinbar das Frühstück. Mal sehen, vielleicht komme ich da auch noch hin 😉
      Über bulletproof coffee habe ich schon mal gelesen, das ist bestimmt eine gute Alternative wenn es mal schnell gehen muss. Und klar: im Paleowiki findet sich so manches interessante Rezept, aber leider manchmal recht aufwendig. Aber ist auf jeden Fall ein sehr guter Tipp!
      Liebe Grüße,
      der Guido

  2. Ich freue mich immer über neue Beiträge hier, denn es ist spannend zu hören wie Ihr mit Eurem Plan von „Paleo“ voran Schreitet. Und Hut ab, diese Diät ist nicht ganz ohne, für mich persönlich ging es echt gar nicht, denn ich könnte so viel Fleisch und Fisch gar nicht essen ;-).

    Ich mache zwar keine Diät verzichte aber aus anderen Gründen mittlerweile auf sehr viele Dinge wie z.B.: Kristallzucker, hochkonzentrierten Fruchtzucker, Milchprodukte, Weizenmehl und seit ca. 3 Monaten auch fast komplett auf Milchprodukte.

    Zum Frühstück könnte ich Euch noch folgendes vorschlagen was mir so spontan einfällt, setzt allerdings beides einen ordentlichen Mixer (Blender) Voraus:
    1. Grüne Smoothies => dort habt Ihr fast nur Gemüse drin und keine Hohe Konzentration von Obst (Fruchtzucker).
    2. Macht Euch fürs Frühstück Mandelmilch selber, die Ihr zum Müsli esst. Das mache ich seit einigen Wochen und bin hell auf begeistert. Selbst mein Schatzi der am Anfang von Pflanzenmilch gar nichts wissen wollte liebt sie mittlerweile und hier gibt es keine Kuhmilch mehr.

    Zubereitung:

    200g ganze Mandeln (mit Haut) für ca. 6-8 Stunden (nicht länger) in kaltes Wasser geben, gut verschließen und in den Kühlschrank stellen.
    Mandeln in ein Sieb schütten und mit kaltem Wasser abspülen.
    Mandeln in den Mixer geben, insgesamt jetzt 2 Liter kaltes Wasser hinzugeben. Wenn der Mixer das nicht fasst (meiner auch nicht), dann Portionsweise. Erst 1 Liter Wasser hinzu geben und dann den Mixer einschalten, für ca. 2-3 Minuten cremig Mixen.
    Ein feines großes Sieb in einen Kochtopf hängen, ein feines Geschirrtuch hereinlegen. ca. die hälfte der Mandelmilch in das Tuch schütten. Jetzt einen weiteren 1/2 Liter Wasser in den Mixer geben und nochmals kurz einschalten. Erneut etwas in das Tuch abgießen und einen weiteren 1/2 Liter Wasser in den Mixer geben und nochmals kurz einschalten. Die ganze Mandelmilch jetzt in das Tuch abgießen und das Tuch gut ausquetschen.
    Man kann die Mandelmilch jetzt „roh“ in Flaschen füllen und in den Kühlschrank stellen und kalt genießen. Mir ist bei dem warmen Wetter jedoch schon eine Flasche im Kühlschrank sauer geworden, daher koche ich sie jetzt kurz auf nach der Zubereitung.
    Die Mandelmilch also im Topf auf den Herd stellen und unter Rühren heiß werden lassen. Nur ganz minimal zum kochen bringen, wenn sie einmal kurz blubbert direkt vom Herd nehmen. Jetzt hieß in Glasflaschen füllen, zudrehen und kurz auf den Kopf stellen. Anschließend in den Kühlschrank stellen. Die zwei Liter halten auf jeden Fall 5 Tage, wenn sie nicht vorher leer getrunken sind 😉

    Mit einem ordentlichen Mixer kann man übrigens auch Mandelmus selber machen. Einfach die Mandeln in den Mixer und drauf los mixen….

    Ist wesentlich günstiger als fertige Mandelmilch oder Mandelmus zu kaufen. Die Investition in einen guten Mixer lohnt sich da auf jeden Fall.

    Ich wünsche Euch weiterhin viel Erfolg und einen guten Start in die neue Woche 🙂
    Liebe Grüße
    Simone 🙂

    1. Ich finde es erstaunlich, wie viele Leute auf einzelne Nahrungsmittel verzichten! Und die Meinungen sind da ziemlich einhellig: ohne Zucker, oft ohne Weizenmehl und ohne diverse Milchprodukte geht fühlt man sich gesünder. Das ist gut! 🙂
      Den Tipp mit der Mandelmilch werden wir mal testen, müssen aber vorher noch einen vernünftigen Blender beschaffen. Steht schon auf der Shoppingliste!
      Danke für Deine Ideen und liebe Grüße,
      der Guido

      1. Achso, noch was vergessen. Die Mandelnreste will man ja nicht weg werfen. Bei ca. 180°C Umluft im Backofen trocknen und am nächsten Morgen mit ins Müsli mischen 😉
        Achja und: ohne Zucker, ohne Weizen und ohne Milchprodukte fühlt sich der Bauch soooo viel besser an 😉

  3. Also ich esse oft Obst zum Frühstück, entweder nen gemischten Obstteller oder was ich super gerne mag : 1 Apfel in Stücke schneiden, mit Kokosöl in der Pfanne braten, Zimt drüber, in eine Schüssel geben, dann Mandelsplittter und Walnüsse rösten über die Äpfel geben und zum Schluss in der Pfanne noch Himbeeren kurz heiß machen und obendrüber geben …. Fertig! Das is super lecker und macht Mega satt 😉

    LG Tina

    1. Gebratener Apfel mit Himbeeren, Zimt und Nüssen … Das klingt einfach nur genial 😀
      Ich glaube, das werde ich als Nächstes ausprobieren!
      Dank für den tollen Tipp und liebe Grüße,
      der Guido

  4. Hallo Ihr Mutigen unter der Steinzeitsonne!
    Ich finde es beeindruckend, dass Ihr eine so radikale Umstellung aushaltet. Und das sofort und ohne einen Rückfall, mal so nebenbei. Bei mir ging es gerade bei der Schokolade am besten auch so radikal. Habe aber jetzt diese Kekse mit Kakaofüllung in der zweitbesten Drogeriekette gefunden und bin ihnen verfallen. Das wird hart, ohne sie weiterzuleben. Ich suche noch eine Art Ritualisierung, damit ich eine kleine Menge pro Zeiteinheit, sei es Tage oder Woche, beruhigt und genussvoll essen kann. Überhaupt bin ich mal interessiert, wie es so ohne Brot ist, wenn ich hier so lese, dass es dem Bauch gleich besser geht. Muss ich vielleicht auch mal ausprobieren.
    Und mein Tipp zum Frühstück: Ich empfehle die amerikanische Variante, einfach schon zum Frühstück ein Omelette aus kräftig aufgeschlagenen Eiern mit den verschiedensten Gemüsesorten und Kräutern essen. Ich merke dann gar nicht, dass ich gar kein Brot dabei habe und bin sehr lange satt. Oder eben ein Steak, Würstchen und zum Ei natürlich Bacon. Und schon komme ich mit zwei Mahlzeiten am Tag aus. Finde ich nur für jeden Tag ein wenig langweilig. Vielleicht dann auch mal Bratenreste vom Vortag verwenden. Habe mal Reste vom Schweinebraten klein geschnitten und angebraten mit Zwiebeln und Gemüse sehr lecker und sättigend. Und ab und an zur Abwechslung dann ein Porridge. Vielleicht nicht gleich zu Anfang die schottische Art mit einem Schuss Whiskey drin.
    Ich bin jedenfalls auf Eure Einfälle sehr gespannt!
    Liebe Grüße und ganz viel Erfolg beim Durchhalten
    Kirsten

    1. Ui, das sind ja gleich drei Frühstücksvorschläge auf einmal 🙂
      Leider fällt das Porridge aus, weil Hafer (= Getreide) und Milch. Aber die Idee mit den Bratenresten erinnert mich, dass es sogar bei meinen Eltern früher schon mal kalten Braten vom Vortag zum Frühstück gegeben hat. Das könnte ich mal wieder ausprobieren 😀
      Lieben Gruß,
      der Guido

  5. Hallo Guido,

    Frühstück überspringen geht meist noch nicht gleich am Anfang, aber die Fastenfähigkeit wird kommen 🙂

    Mach Dir doch einen Kokosmilch-Beeren-Smoothie (die Mandelmilch und auch mit Mandelmehl Gebackenes meide ich wegen des hohen Gehalts an Omega-6-Fettsäuren). Allerdings fehlt diesem Smoothie das Protein für lang anhaltende Sättigung. Wenn bei mir (Nicht-Frühstückerin) mal Lust auf diesen Smoothie aufkommt, werf ich einfach noch zwei Eier mit rein. Meine Eier kommen aus einwandfreier Quelle, da hab ich keinerlei Bedenken.

    1. Hallo Christine, das stimmt! Smoothies sind eine tolle Frühstücksalternative 🙂 Rohe Eier hineinzuwerfen finde ich eine sehr spannende Idee, das werde ich in den kommenden Tagen sicher mal ausprobieren. Danke für den Tipp!

  6. Ich liebe Pfannkuchen aus Kastanienmehl mit etwas Obst zum Frühstück:

    3 El. Kastanienmehl mit wenig Wasser glattrühren, 5 min. ruhen lassen
    1 Ei unterrühren

    Etwas Kokosöl in der Pfanne schmelzen, Teig einfüllen und braten. Wenn die Oberfläche schont recht trocken ist, wenden.

    Geht sehr schnell und schmeckt mit etwas kleingeschnittenem Obst sehr gut. Hält lange satt.

    1. Hi Birgit! Kastanienmehl habe ich noch gar nicht ausprobiert. Hat das einen starken Eigengeschmack? Ich mag ja eigentlich auch gerne Esskastanien, von daher sollte es schon gut passen. Ich werde es auf jeden Fall mal testen 🙂 Danke!

        1. Hallo Birgit! Danke für den Tipp mit dem Kastanienmehl 🙂
          Die Seite Paleo-power.de hatte ich mir auch schon mal angeschaut, leider ist die Rezepte-Ecke sehr übersichtlich – es gibt nur ein Gratis-Rezept, sonst kann man das Buch vorbestellen, das Mitte September erscheint.

          1. Hallo Guido, das war mir noch gar nicht aufgefallen. Schade eigentlich, denn Frau Dr. Paul hat vor einiger Zeit in Modulform Rezeptsammlungen für kleines Geld verkauft. Und auf ihren Seiten fand man weitere Anregungen. Trotzdem sollte man ihre Seiten ansehen bzw. den Newsletter abonnieren – sie bietet immer wieder kurze Webinare von 15 min. zu bestimmten Themen an. Sehr informativ.

            1. Schade eigentlich, da gebe ich Dir recht. Mir ist bewusst, dass einige Leute viel Energie und Zeit in das Thema „paleo“ investieren. Ich habe auch Verständnis dafür, dass man diese Zeit gerne bezahlt haben möchte. So lange die Auswahl der kostenlosen Ressourcen aber so groß ist wie momentan, möchte ich mich daran lieber nicht beteiligen. Außerdem ist manchmal die Qualität der kostenfreien Inhalte besser, als die der Bezahlinhalte. Sowas stimmt mich immer nachdenklich. Und das bezieht sich nicht explizit auf die hier angesprochene Seite, deren kostenpflichtige Inhalte ich nicht kenne, sondern eher auf die Allgemeinheit der „paleo“-Produkte.

              1. Hallo,
                wir waren bei einem Dinner von Frau Paul in Frankfurt. So ganz 100% Paleo war es nicht, denn es gab beispielsweise Linsensalat. Frau Paul vertrat zumindest an diesem Abend die Meinung, dass der Steinzeitmensch auch Hülsenfrüchte gegessen hat – wie das im neuen Kochbuch aussieht weiß ich nicht.
                Wir essen morgens meistens Reste von abends, dann muss man sich nicht in die Küche stellen und kochen. Zum Frühstück auf der Arbeit nehme ich eine Banane, zermatsche sie, gebe ein paar EL Kokosmilch und Leinsamen (geschrotet) hinzu. Oder auch mal Sonnenblumenkerne oder Tigernüsse (Chufa). Chufa Nüsse werden, wenn man sie über Nacht einweicht wie knusprige Cornflakes. Allerdings gibt es davon immer nur einen EL voll. Wenn man abnehmen will, kann man die Banane auch gegen Beerenfrüchte austauschen.

                LG Nadine

                1. Hallo Nadine! Angeblich ist die Vertäglichkeit von Hüsenfrüchten besser, wenn man sie lange wässert. Allerdings bin ich mir nicht im Klaren darüber, welchen Vorteil sie in meiner Ernährung haben sollten.
                  Tigernüsse habe ich auch noch nie ausprobiert. Super Idee! Da habe ich gleich was neues zum Testen!
                  Vielen Dank und liebe Grüße,
                  Guido!

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