Rezept: Die perfekte Paleo-Frikadelle

Perfekte Paleo FrikadelleSind das denn echte Frikadellen?“ Wenn man sich anders (sprich: paleo) ernährt, dann kann einem diese Frage schon einmal begegnen. So geschehen vor ein paar Wochen, als ich einige Frikadellen aus meiner Lunchbox auspackte, und den übrigen Anwesenden zum Probieren anbot. „Unechte“ Frikadellen, wie sie bei Vegetariern und Veganern teilweise beliebt sind, kennen wohl viele Leute. Für die perfekte Paleo-Frikadelle muss man glücklicherweise nicht das Fleisch sondern nur das Brötchen ersetzen. Wie das geht, will ich hier kurz beschreiben.
Aber was macht denn eine „echte“ Frikadelle überhaupt aus?! Wikipedia kennt neben „Bulette“ und „Fleischpflanzerl“ noch mehr als ein halbes Dutzend alternative Namen für „[…] gebratene Klößchen aus Hackfleisch, die durchaus verschieden geformt und zubereitet werden.“ Aha. Beschränken wir uns hier also auf das Grundrezept der perfekten Paleo-Frikadelle. Eure eigenen Gewürzmischungen und Spezialzutaten dürft ihr aber gerne in den Kommentaren verraten 😉
 
Zutaten für ca. 25 bis 30 Stück:

  • 1 kg Hackfleisch (Schwein & Rind gemischt)
  • 4 Eier
  • 2 Zwiebeln
  • ca. 100 g Kokosmehl
  • Salz, Pfeffer, Gewürze
  • Ghee zum Braten

 
Zubereitung:
Die Zwiebeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Das Hackfleisch mit den aufgeschlagenen Eiern und den Zwiebelwürfeln vermengen. Jetzt nach und nach Kokosmehl hinzugeben und mit der Hackfleischmasse vermengen. Unabhängig von der oben genannten Menge soll der Teig sich für die Hände trocken anfühlen, aber noch weich und knetfähig bleiben.
Jetzt das Ganze nach Belieben mit Salz, Pfeffer und anderen Gewürzen verfeinern.
Aus der Hackfleischmasse werden nun runde, leicht flachgedrückte Bällchen geformt. Hier gehen die Meinungen über die optimale Größe weit auseinander: Der eine möchte seine Frikadellchen mit einem Mal in den Mund kriegen, der andere mag große, flache Fleischpfannkuchen lieber, die er mit Messer und Gabel bearbeiten kann. Wichtig ist nur, dass die Dinger nicht zu dick werden.
Mindestens 2 EL Ghee in einer Pfanne schmelzen und danach die Hitze reduzieren (etwa Stufe 2 von 3). Nun die erste Lage Frikadellen in der Pfanne verteilen. Bei uns passen maximal 9 bis 10 Stück in eine Pfanne, das hängt aber stark von der Größe der Fleischbällchen und der Pfanne ab. Im ersten Schritt brauchen sie etwa 2 Minuten auf der ersten Seite bei geschlossenem Deckel. Dann wollen sie gewendet werden und können etwa 5 Minuten in der geschlossenen Pfanne bleiben. Danach werden sie wieder zurückgedreht auf die erste Seite und bleiben noch mal ca. 5 Minuten in der geschlossenen Pfanne. Wenn jetzt von beiden Seiten die Farbe stimmt, könnt ihr die Frikadellen einzeln herausnehmen. Sonst gerne noch einmal wenden und von der zweiten Seite noch 2 Minuten bräunen.
Gegebenenfalls wieder etwas Ghee in die Pfanne geben und falls nötig Zwiebelstückchen herausnehmen (die verbrennen sonst und das macht nur Rauch und Gestank). Dann die nächste Runde Frikadellen in das Fett geben und wie oben beschrieben in der geschlossenen Pfanne braten und so weiter bis alle Fleischbällchen fertig sind.
 
Tipp: Wir verwenden sehr gerne scharfen Senf als Gewürz, der direkt mit dem Frikadellenteig vermengt wird. 2 Teelöffel kann diese Menge Hackfleisch gut vertragen.

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4 Replies to “Rezept: Die perfekte Paleo-Frikadelle”

  1. Hmmm, das hört sich ja wirklich lecker an.
    Erinnert mich an „Mama´s Fleischpflanzerl“.
    Werde ich am Wochenende mal testen!
    Danke für das Rezept. Bin gespannt!
    Liebe Grüße Bettina

  2. Ich mache meine Frikadellen etwas anders.
    Dazu hat mich die „50/50/50-Frikadelle“ von Stacy Toth vom Blog „Paleo Parents“ inspiriert.

    Und zwar nehme ich zusätzlich zum Hackfleisch auch etwas feingeschnittene Leber und Bacon.
    Dadurch kriegt meine Familie, die nicht so auf Innerein steht, trotzdem einige der tollen Nährstoffe und sie schmecken durch den Bacon sehr würzig, was den Männern total gut schmeckt.

    1. Hallo Petra! Was für eine tolle Idee 🙂 Mal sehen, ob ich das meiner Liebsten auch mal mache, die ist bei Innereien auch eher zurückhaltend 😉

  3. Ich habe neulich in einem türkischen Geschäft gemischtes Hackfleich aus Rind und Lamm entdeckt und mal daraus die Buletten gemacht. War auch sehr lecker und schmeckte ganz anders…

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