Wandertag

Zum Geburtstag meines Vaters haben mein Bruder und ich uns mal etwas anderes ausgedacht. Anstatt Dinge zu kaufen, die mein Vater sich nicht kaufen würde, weil er sie nicht braucht oder die er sich genau so gut selber kaufen könnte, falls er sie bräuchte, haben wir ihm etwas geschenkt, das sich mit Geld nicht bezahlen lässt: Zeit.
 
Pan Narrans Kaisberg Stein-turmGenauer: gemeinsame Zeit. Bereits vor einigen Jahren waren wir drei gemeinsam zu einer mehrtägigen Wanderung aufgebrochen. Das wollen wir nun wiederholen und haben uns dazu den Eggeweg von den Externsteinen bis ins Diemeltal nahe Marsberg ausgesucht. So eine dreitägige Wanderung will natürlich vorbereitet sein! Bevor es also am 1. Mai wirklich losgeht heisst es für mich erst einmal den einen oder anderen Testlauf zu starten. Also habe ich einen Sack Blumenerde in meinen Rucksack gepackt und bin losmarschiert.
 
Der Weg führte mich heute morgen zunächst über die Ruhr hinauf auf den Kaisberg mit dem weithin sichtbaren Turm, der nach gut 3 km erreicht ist. Der Turm selber ist leider nicht zu besteigen, aber zumindest erinnern große Lettern daran, wem er gewidmet ist: Dem Freiherrn vom und zum Stein.
"Des Guten Grundstein,
des Bösen Eckstein,
der Deutschen Edelstein."

So dichtete das „dankbare Bürgertum“ anno 1869 ein wenig verklärt. Das heutige Bürgertum nimmt da lieber die Spraydose und hinterlässt weniger blumige Parolen auf dem alten Gemäuer.
 
Von dort führt der gewundene Weg wieder hinab bis ins Ruhrtal bei Herdecke. Dabei folgt man dem „Geopfad Kaisberg“ der auf informativen Tafeln einiges an Wissen über die Erdgeschichte vermittelt. Nach der Überquerung der Ruhr ging es durch die Herdecker Innenstadt am Rathaus vorbei wieder hinauf. Über 130 Höhenmeter überwindet der Weg, bevor man schließlich den Bergrücken rechts der Ruhr erreicht. Zum Glück entschädigt jedoch die herrliche Aussicht über das Ruhrtal und den Harkortsee für den stellenweise ziemlich steilen Aufstieg.
Pan Narrans Blick nach Wetter mit HarkortseeHier blickt man vom Nacken auf den Harkortsee bei Wetter. Offensichtlich hat die „Weisse Flotte“ den Schiffsbetrieb auf dem See an diesem Wochenende aufgenommen. Mal auf und mal ein wenig unterhalb des Hügelkamms kann man nun dem Ruhrhöhenweg folgen. Durch den alten Buchenbestand erhascht man immer wieder herrliche Blicke über das Ruhrtal und die Städte Herdecke und Hagen. Schließlich erreicht man den Harkortberg in Wetter und hat von dort aus einen herrlichen Rundblick über den bisher zurückgelegten Weg.
Pan Narrans Wandertag Harkortsee Herdecke
Im Detail kann man auch wieder hinüber schauen auf den Kaisberg in Hagen-Vorhalle und die dahinter erkennbaren Hochhäuser in Hagen.
Pan Narrans Kaisberg vom Harkortberg
Von dort aus ist es nur noch ein kurzer Weg den Berg hinab, bis ich nach rund 11 km und etwa 3 Stunden den ersten Wandertest des Jahres hinter mich gebracht hatte. Zur Belohnung gab es übrigens beim Verlassen des Waldes am Harkortberg noch einen fast völlig unverstellten gratis-Blick auf unsere Wohnung und die übrigen Gebäude im Schöntal.
Blick vom Berg nach Wetter Pan Narrans

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