Etappen-Triathlon

Etappen-Triathlon – das klingt nach einer ordentlichen sportlichen Leistung. Ist es auch, aber es ist alles ganz anders, als ihr jetzt denkt. Wikipedia weiß: „Triathlon ist eine Ausdauersportart, bestehend aus einem Mehrkampf der Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen, die nacheinander und in genau dieser Reihenfolge mit ununterbrochener Zeitnahme zu absolvieren sind.“

Schwimmen

Als ich vor einigen Jahren überhaupt zum ersten Mal wieder mit Sport angefangen habe, da bin ich Schwimmen gegangen. Das war einfach und naheliegend – ich hatte kaum 300 Meter zu gehen bis zum nächsten Schwimmbad. Außerdem hatten die tolle Öffnungszeiten für Frühschwimmer: 5:50 Uhr hat das Stadtbad in Bochum seine Pforten geöffnet und nach einer knappen Stunde war ich wieder raus und auf dem Weg zur Arbeit. Meine Gelenke haben sich gefreut, denn ich konnte einen Sport ohne übermäßige Belastungen machen. und nachdem ich kurz vorher das Rauchen aufgegeben hatte, habe ich mich beständig auf 1.000 m bis 1.250 m pro Einheit gesteigert. Nach einem Umzug klappte das dann aber leider nicht mehr und ich habe den Frühsport wieder sein gelassen. Damit war allerdings der Grundstein für den Etappen-Triathlon gelegt.

Radfahren

Ruhrtalradweg Pan Narrans Triathlon RheinorangeDiverse Versuche, das Schwimmen in einem anderen Bad wieder anzufangen, sind an unpassenden Öffnungszeiten gescheitert – und an meiner Unlust, mich nach Feierabend noch sportlich zu betätigen. Einige Zeit später kam ich dann durch Zufall zu einem gebrauchten Fahrrad und habe vorerst meine Lieblings-Sportart für mich entdeckt. Wir wohnten damals im Bochumer Süden – an einer steilen Straße irgendwo auf halber Höhe zwischen Dahlhausen (an der Ruhr) und Linden (auf dem Hügel). Das führte dazu, dass die Radtouren meist auf dem gemütlichen Ruhrtalradweg verliefen, am Ende aber immer unseren „Hausberg“ als kleine Herausforderung bereithielten. Das hat meiner Kondition und meinem Ehrgeiz nicht geschadet – ganz im Gegenteil. Bahntrassenradeln macht mir besonderen Spaß und so habe ich doch einige schöne Ecken im Ruhrgebiet und der Umgebung mit dem Rad erfahren. Sonnenaufgang Frühsport Pan Narrans TriathlonNach unserem Umzug in meine Heimatstadt Wetter konnte ich das intensive Radeln beibehalten. Und irgendwann in diesem Sommer hat meine Traumfrau die großartige Idee, man könnte doch mal etwas früher aufstehen. Schon hatte mich der Frühsport wieder eingefangen! Nach der letzten Investition in ein neues Fahrrad habe ich dieses Jahr bereits knapp 2.000 km hinter mich gebracht und so manchen herrlichen Sonnenaufgang am Harkortsee erlebt, der mir sonst entgangen wäre. Schritt 2 zum Etappen-Triathlon war damit getan.

Laufen

Laufen Sonne Harkortsee Pan Narrans TriathlonDann kam was kommen musste: Das Rad musste zur Reparatur. Eine Woche sollte ich mindestens warten müssen – und jetzt?! Seit 2 Monaten war ich an mindestens 5 von 7 Tagen der Woche morgens sportlich unterwegs gewesen. Der Crosstrainer zuhause erwies sich als unzureichende Alternative – mir fehlte die frische Luft. Aus der Not heraus habe ich mir flugs ein paar Laufschuhe gekauft und habe es einfach ausprobiert. Ich hatte lange felsenfest behauptet, Laufen, Rennen, Joggen oder was auch immer sei nichts für mich. Nun, ich bekenne, ich habe mich geirrt!
Morgens um 5 mit dem Fahrrad unterwegs zu sein war im Sommer wunderbar – im dunklen Frühherbst aber nicht so richtig attraktiv. Man starrt gebannt in den Lichtkegel vor dem Rad und hat doch immer Sorge, dass man irgend einen tief hängenden Ast übersieht. Beim Laufen dagegen reicht eine Stirnlampe in besonders dunklen Ecken – mehr braucht es nicht. Und während der Radler in mir noch den Helm aufsetzt und das Fahrrad aus dem Keller schleppt, bin ich in meinen Laufschuhen schon längst unterwegs. Mein nächstes Ziel sind die 3 Meilen in weniger als 30 Minuten – sicher keine Rekordzeit aber für mich wäre das eine gute Leistung! Der dritte und letzte Schritt zum Etappen-Triathlon ist damit getan. Und was mache ich jetzt damit?

Triathlon

Pan-narrans-Logo-FragezeichenEins habe ich an dieser Geschichte gelernt: Sag niemals nie! Aber einen Triathlon werde ich mir sicher in nächster Zeit nicht vornehmen. Für heute bin ich zufrieden, eine vernünftige Alternative zum Radfahren für mich gefunden zu haben, die ich zur Not auch mal fern der Heimat nutzen kann. Und was dann kommt wird die Zeit zeigen 😉
 
Und wie schaut es bei euch aus? Wie seid ihr zu Eurem Lieblingssport gekommen?

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