Paleo-Wegweiser

Auf dieser Seite beschreibe ich, was „paleo“ für mich bedeutet und wie ich mein Steinzeitfutter definiere. Der Begriff „paleo“ wird von sehr vielen Leuten verwendet und hat unglaublich viele Aspekte. Was hier folgt ist also keineswegs allgemeingültig! Meine Auffassung von Steinzeitfutter ist weder universell, perfekt, optimal noch endgültig. Es bleibt ein lebendiges Experiment, das sich auch ändern kann.

Nahrungsmittel

Zu den einzelnen Nahrungsmitteln habe ich die folgende Grafik erstellt. Hier könnt ihr (fast) alle Lebensmittel finden, die es so gibt und auch erkennen, ob sie innerhalb der Paleo-Sphäre liegen oder nicht. Zum Vergleich habe ich vegetarische und vegane Ernährung hinzugefügt. Ernährungskreis Pan Narrans
Leider haben wir uns in solchen Dingen doch sehr an negativ-Formulierungen gewöhnt.

  • vegetarisch heisst: iss keine toten Tiere!
  • vegan heisst: iss keine tierischen Produkte!
  • Zöliakie heisst: iss kein Getreide!
  • Laktoseintoleranz heisst: iss keine Milchprodukte!

Was „paleo“ dementsprechen heisst, kannst Du in der Grafik ablesen.

Nährstoffe

Zu den folgenden Nährstoffen findest Du unter der Kategorie „Wegweiser“ auch einzelne Artikel von mir:

Paleo als Diät

Klar funktioniert Steinzeitfutter als Diät. Das Abnehmen ist aber nur ein Nebeneffekt dieser Ernährungsform. Grundsätzlich orientiert sich das paleo-Prinzip an der Freude am Essen. Denn wenn ich weiß, dass etwas lecker ist und gleichzeitig gesund, dann kann ich es ohne schlechtes Gewissen essen.

Industrieprodukte vermeiden

Die Lebensmittelindustrie kennt hunderte von Zusatzstoffen. Ihr auch? Bei der Zusatzstoff-Datenbank könnt ihr euch selber testen!
Ich kenne definitiv nicht alles, was da in den Zutatenlisten zu finden ist. Deshalb bleibe ich gerne bei dem Prinzip: „Kenne ich nicht? – Esse ich nicht!“ Und selbst wenn ich es kenne: Wieso muss ich ein Produkt essen, das mit Zucker, Maisstärke, Citronensäure oder sonstigen Zusätzen „angereichert“ ist? Vor allem, wenn direkt daneben ein Produkt ohne Zusatzstoffe steht, denke ich darüber ernsthaft nach.

Regional und saisonal einkaufen

Aber Steinzeitfutter ist mehr, als die bloße Beschränkung auf bestimmte Nahrungsmittel oder der Ausschluss von Zusatzstoffen. Mit dem Begriff „Steinzeitfutter“ wird auch eine gewisse Verantwortung für die Produktion der Lebensmittel verbunden. Als Verbraucher in einer Region mit einem Überangebot an Nahrungsmitteln habe ich die Wahl, wo und was ich kaufe. Wenn ich kann, werde ich also versuchen regionale Produkte denen vorzuziehen, die lange Transportwege hinter sich haben. Und ich werde versuchen, saisonal verfügbare Lebensmittel zu kaufen. Frische Erdbeeren gibt es eben nur im Sommer. Punkt.

Ökologische Herstellung

Viele Produkte werden heute von nachhaltig wirtschaftenden Bauern ökologisch angebaut und lokal vertrieben. Wo es möglich ist kaufe ich solche Produkte. Ich vermeide so den Kontakt mit einer Vielzahl von Insektiziden, Pestiziden und anderen Giftstoffen. Das gleiche gilt grundsätzlich auch für Fleisch. Ein Weiderind oder ein Freilandhuhn sind wesentlich wertvollere Lebensmittel, als ihre Artgenossen aus dem Stall. Und sie enthalten weniger Giftstoffe wie Hormone und Antibiotika, die ich nicht essen möchte.

Steinzeit im 21ten Jahrhundert

Unsere Vorfahren haben sich vor der neolithischen Revolution wahrscheinlich 10 bis 14 Stunden pro Tag mit der Nahrungsbeschaffung auseinandergesetzt. Das kann heute kein Mensch mehr leisten. Wir holen also unsere Nahrung aus dem Supermarkt oder vom Markt oder dem nächstbesten Hofladen.
Das ist Fluch und Segen zugleich. Denn einerseits entfremdet uns das von unserer Nahrung und macht uns abhängig von Dritten. Andererseits bietet es uns eine Vielfalt in der Ernährung, von der unsere Vorfahren nur träumen konnten. Bananen, Avocado, Kokosnuss, Ingwer, Süßkartoffel … Alles Produkte, die eine Ernährung mit Steinzeitfutter heute attraktiv machen. Ohne sie wäre unser Speiseplan vermutlich wesentlich eintöniger.

Fazit

Das paleo-Prinzip soll Spaß machen. Dazu haben wir im 21ten Jahrhundert die besten Voraussetzungen. Es ist unwahrscheinlich, dass ich mit einer langweiligen Ernährungsform und einem eintönigen Speiseplan lange durchhalte. Also orientiere mich an den oben stehenden Verhaltensregeln und nutze die modernen Möglichkeiten so gut ich kann. Das Ergebnis ist eine gesunde Ernährung, die gleichzeitig meinen BMI zuverlässig senkt und mir Spaß macht. Was könnte besser sein?

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Ein Kommentar zu “Paleo-Wegweiser

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