Von der Entdeckung der Langsamkeit – Das Ende vom Anfang

Die Entdeckung der Langsamkeit“ ist in erster Linie natürlich der gleichnamige Roman von Sten Nadolny, den ich vor einigen Jahren mit großer Begeisterung gelesen habe. Die „Zeit“ schrieb damals in einer Kritik: „Nadolny und sein John Franklin entdecken die Langsamkeit als menschenfreundliches Prinzip. Man könnte auch sagen: die Bedächtigkeit, den vorsichtigen Umgang mit sich selber und den Dingen.“ An eben diese Bedächtigkeit habe ich mich in den letzten Wochen immer wieder erinnert gefühlt, während mein Steinzeitfutter-Experiment immer weiter voranschritt. Ich möchte mir den Titel des Buches daher gerne „ausleihen“ als Titel für eine kleine Serie von Artikeln, die ihr in loser Folge demnächst hier lesen könnt.
 
Das Ende ist nah! Jawohl, mein persönlicher paleo-Counter sagt mir heute, dass ich bald Tag 28 hinter mir habe. Wir, also meine Traumfrau und ich, haben eher spontan als geplant mit dem Steinzeitfutter angefangen. Also sind wir auch nicht wie oft üblich an einem Wochenende gestartet, sondern eben Mittwochs. Und jetzt sind schon 4 Wochen rum und es geht uns immer noch gut damit!
 
Ohne viel Ahnung haben wir uns einfach daran gemacht, haben aus dem Internet Rezepte und Einkaufstipps gesammelt und unsere Schränke entrümpelt. Das Kochbuch, das uns als Einstieg helfen sollte, kam natürlich nicht pünktlich und so mussten wir von Anfang an improvisieren. Nur gut, dass ich momentan so viel Zeit dazu habe und auch ansonsten küchentechnisch nicht gänzlich unbegabt bin. Sonst wären wir wahrscheinlich schon nach ein paar Tagen wieder abgesprungen.
 
Denn eins muss ich ehrlich zugestehen: Wenn man vom „typisch westlichen“ Convenience-food umsteigt auf eine Ernährung ohne vorgefertigte Mischprodukte und Zusatzstoffe, verbringt man anfänglich viel mehr Zeit in der Küche, als ich erwartet hätte. Aber man macht auch die unsagbar tolle Erfahrung, was man eigentlich alles selber machen kann.
 
Und ungefähr genau so viel Zeit wie in der Küche, habe ich vor dem Rechner verbracht. Da sind Blogs zu lesen, Rezepte zu recherchieren, Zutaten kennenzulernen… und nicht zuletzt ist da natürlich auch ein eigenes Blog bei entstanden, das mit Inhalt gefüttert werden will. Nach 4 Wochen steht bei uns der Entschluss fest, dass wir genau so weiter machen wollen! In den kommenden Tagen werden wir hier noch ein wenig entrümpeln müssen. Ein paar Packungen mit Mehl und Zucker, Bratensaucentütchen und Linsen ist unserer anfänglichen Entrümpelungsaktion entgangen. Die werden wir nun noch zu verschenken haben an Familie und Freunde. Danach machen wir einfach weiter.
 
Die ersten 30 Tage sind also nur das Ende vom Anfang. Ihr dürft euch auf weitere Beiträge von mir zum allgemeinen Hintergrundrauschen der Paleosphäre freuen und ich freue mich darauf, noch viele neue Erfahrungen zu sammeln. Schön, dass ihr hier mitlest 🙂